Dieses Projekt beschreibt den Fertigungsablauf von Silver Travertine von der Rohblockauswahl im Steinbruch über das Sägen bis zur Rohplatte. Das Gestein zeichnet sich durch einen kühlen Silber-grauen Grundton, offene natürliche Hohlräume und ein zurückhaltendes, gerichtetes Aderbild aus. Vor dem Schnitt wird jeder Rohblock daher strukturell, farblich sowie hinsichtlich der Porenverteilung und natürlicher Klüfte sorgfältig bewertet. Im Bruch werden innere Festigkeit, Schichtrichtung und das erwartete tonale Verhalten beim Öffnen der Plattenflächen geprüft. Die Platten werden im Vein-Cut gefertigt (Schnittebene parallel zur Schichtung); entlang dieser Schnittführung wirkt Travertin häufig stark ausgeprägt, daher wird die Blockausrichtung so geplant, dass der Plattenausstoß gesichert, tonale Übergänge gleichmäßig über die Fläche geführt und eine planbare Zeichnung für nachgelagerte Bearbeitung sowie bookmatch-Anordnungen nach Plan erhalten bleibt. Es kam keine Diamantdrahtsäge zum Einsatz: der Rohblock wird auf der Gattersäge mit festem Lamellenabstand im Vein-Cut zu nominal 2 cm dicken Rohplatten geöffnet. Beim Sägen werden Stärkenkalibrierung, Maßhaltigkeit und Beanspruchung des Sägerahmens überwacht, damit die ersten angeschnittenen Flächen den gewollten Steincharakter abbilden, ohne unnötige strukturelle Risiken zu erzeugen. In der hier behandelten Ausbaustufe liegen die 2 cm Platten als Rohlinge vor und sind für eine spezifikationsgerechte Weiterbearbeitung vorbereitet. Der Ablauf steht für eine disziplinierte Bearbeitung von Silver Travertine: klare technische Entscheidungen in der Blockphase, kontrolliertes Gattersäge-Verhalten im Vein-Cut und Qualitätsprüfungen, die die Rohplattenproduktion mit architektonischen Anforderungen in Einklang bringen.

Silver Travertine - Vom Block zur Platte














